
Brücken in Budapest
Die Donau teilt Budapest in zwei Teile auf, es gibt insgesamt 8 Brücken in der Stadt. Die folgende Liste stellt die Budapester Brücken vom Norden nach Süden vor.
Die nördliche Eisenbahnbrücke
Das ist die am nördlichsten liegende Brücke der Stadt, nur Züge, Radfahrer und Fußgänger dürfen sie benutzen. Die Brücke verknüpft das römische Ufer in Buda mit der Umgebung der Váci Straße in Pest. Ursprünglich wurde sie 1896 gebaut, aber sie erlitt Bombenschäden im zweiten Weltkrieg; 1955 wurde sie neugebaut. 2008 wird sie renoviert, deshalb wird sie zeitweilig gesperrt.
Die Árpád Brücke
Diese Brücke wurde 1950 gebaut, damals wurde sie Stalin Brücke wegen politischen Gründen genannt. Mit einer Länge von 983 Metern gilt sie als längste Brücke der Hauptstadt; es befindet sich eine Autostraße mit zweimal drei Bahnen und zwei Spuren für Fußgänger. An ihrem heutigen Ort war auch eine Brücke im 3. Jahrhundert zu finden, die die Römer gebaut hatten, um Aquincum mit dem Festungsbau an der anderen Seite zu verknüpfen.
Die Margaretenbrücke
Die zweite ständige Brücke in Budapest ist die Margaretenbrücke, die vom französischen Architekten Emil Gouin entworfen wurde. Die Brücke bindet nicht nur Pest und Buda zusammen, sondern die Margareteninsel mit dem Festland auch. Die Brücke besteht aus zwei Teilen, die in der Mitte einen Winkel von 150o bilden: Hier findet man auch einen Abzweig zur Margareteninsel. Die Bauarbeiten dauerten ab 1872 bis 1876. Die Brücke wurde im November 1944 zufällig von der Wehrmacht gesprengt, 600 Personen und 40 deutsche Soldaten sind gestorben. Während der Renovierung wurden viele ursprüngliche Teile der Brücke wieder verwendet, diese hat man aus der Donau hinausgehoben. Heute ist die Margaretenbrücke in einem besonders schlechten Zustand, die Rekonstruktion beginnt 2008.
Kettenbrücke
Die Kettenbrücke von Széchenyi ist die erste ständige Brücke, die das damalige Pest und Buda verknüpfte. Sie wurde 1849 gebaut und hatte große Rolle 1873 in der Vereinigung von Pest, Buda und Óbuda.
Graf István Széchenyi musste eine ganze Woche warten, bis er die Donau überqueren konnte, um an der Beerdigung seines Vaters teilnehmen zu können. Damals kam er auf die Idee, eine ständige Brücke über die Donau zu bauen.
Die Kettenbrücke ist 202 Meter lang, es gibt eine Autostraße mit zweimal eins Bahnen und Gehwege für Fußgänger darauf. Die Brücke wurde 1839 vom englischen Ingenieur William Tierney Clark entworfen; Eine ähnliche Brücke, die Marlow Bridge befindet sich über die Themse in Marlow, diese wurde auch vom Clark geplant.
Die 4 Löwen-Statuen wurden 1852 fertig gestellt. Die Brücke wurde 1945 gesprengt, 1949 wurde sie neugebaut.
Im Sommer wird die Kettenbrücke wegen verschiedenen Veranstaltungen oft gesperrt.
Die Elisabethbrücke
Die Elisabethbrücke wurde nach der berühmten Sissi (Königin Elisabeth) genannt, es war die einzige Brücke in Budapest, die nach dem zweiten Weltkrieg nicht rekonstruiert werden konnte, deshalb wurde eine neue Brücke gebaut. Die heutige Brücke verbindet den Gellert Berg mit der Pester Innenstadt. Die Brücke spielt große Rolle im Verkehr über die Donau.
Schließlich wurde die alte Elisabethbrücke nach dem Entwurf von Albert Czekelius und Antal Kherndl erbaut, es gab damals weltweit keine andere Kettenbrücke mit ähnlich so großer Spannweite und ohne Flussbettpfeiler. Die Bauarbeiten fingen 1897 an und 1903 wurde die Brücke eingeweiht.
1945 hat die Brücke so große Schaden im Krieg erlitt, dass man 1960 lieber mit dem Bau einer neuen Elisabethbrücke angefangen hat.
Nach dem Entwurf von Pál Sávoy wurde eine Hängebrücke gebaut, die 1964 eröffnet wurde. Die Brücke steht auf den alten, renovierten Pfeilern, aber die Straße darauf ist breiter geworden. Heute befindet sich eine Autostraße mit zweimal drei Bahnen und je ein Gehweg für Fußgänger an beiden Seiten der Brücke.
Szabadság Brücke
Die Brücke wurde bloß in zwei Jahren (1894-96) gebaut, ursprünglich wurde sie Franz Josef Brücke genannt. Auf dem ersten Blick ähnelt sie der Kettenbrücke, sie wurde aber mit einer ganz anderen Technologie gebaut. Die Szabadság Brücke wird 2008 renoviert, die Einfahrt am Rande der Brücke ist nur für Fußgänger erlaubt.
Petőfi Brücke
Die Petőfi Brücke führt über die Donau zum György Goldmann Platz, der als akademisches Zentrum in Budapest gilt. Die Brücke ist 514 Meter lang, ihre Breite ist 25 Meter. Die Petőfi Brücke wurde zwischen 1933 und 1937 gebaut.
Lágymányosi Brücke
Die Lágymányosi Brücke ist die neueste Brücke in Budapest. Die Bauarbeiten fingen 1992 an, die Brücke wurde 1995 eröffnet. Sie befindet sich direkt neben der südlichen Eisenbahnbrücke.
Die Brücke wurde ursprünglich wegen der Budapester Weltausstellung von 1996 gebaut, es wurde aber nicht veranstaltet. Die Brücke verbindet die Könyves Kálmán Ringstraße mit Süd-Buda. Die Brücke ist fast 500 Meter lang und hat eine Autostraße mit zweimal zwei Bahnen und je einen Gehweg für Fußgänger an beiden Seiten. Die Lágymányosi Brücke wurde nach dem Entwurf von Tibor Sigrai gebaut.


